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Wiener Hofburg

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Hofburg - Papyrussammlung

Die Papyrussammlung in der Hofburg

Das Papyrusmuseum zeigt mit etwa 200 Objekten nur einen Bruchteil der Sammlungsbestände. Zu sehen sind aber vom ältesten Papyrus der Sammlung, einem Totenbuch der Ägypter aus der Mitte des 2. Jahrtausends v. Chr., bis hin zu den jüngsten Papieren, nämlich Urkunden aus der islamischen Zeit im 13. Jh. n. Chr., Objekte, die am besten das Leben der Menschen am Nil über drei Jahrtausende illustrieren.


aus der Papyrussammlung
Das Papyrusmuseum ist ein "Museum der Kulturen in Ägypten", ist doch die schriftliche Hinterlassenschaft all jener, die über die Jahrtausende im Land am Nil lebten und die Einflüsse der verschiedensten Kulturen erlebten. Dieses Nebeneinander und Miteinander der Kulturen wird besonders gut sichtbar in den Bereichen "Totenkult", "Medizin", "Magie", in der Literatur und den Essgewohnheiten. Diese Bereiche sind neben vielen anderen im Museum durch verschiedene Exponate illustriert und in ihrer Vielfalt sichtbar gemacht. Neben schriftlichen Zeugnissen aller Art vom Abwehrzauber gegen böse Krankheiten auf einem Amulett bis hin zum Pachtvertrag über eine Ölmühle sind auch Gegenstände ausgestellt, die das, was in schriftlichen Zeugnissen angesprochen ist, sichtbar und begreifbar machen.


Flaschenbatterie einer Gaslöschanlage
Die Papyrussammlung zählt mit etwa 180.000 Objekten weltweit zu den größten ihrer Art. Im Oktober 2001 wurde die Sammlung in die UNESCO-Liste "Memory of the World" als Weltdokumentenerbe aufgenommen.

Die Flaschenbatterie der Löschanlage für die Papyrussammlung ist in einem eigenen Raum gelagert. 34 Flaschen mit einem Gesamtinhalt von 629 kg Inergen stehen im Notfall zur Verfügung, würde im Papyruslager Feuer ausbrechen. Wird durch eines der Meldegeräte (Rauchmelder, Handauslösetaster) Alarm gegeben, aktiviert die Steuerzentrale zuerst die Alarmgeräte (Hupen, Sirenen, Warnleuchten) und schaltet die Lüftung ab. Die Flaschenventile werden geöffnet, sodass Steuergas zur Alarmfanfare im Löschbereich strömt. Nach einer kurzen mechanischen und elektrischen Verzögerungszeit wird durch die Löschmittelsteueranlage das entsprechende Auslösemagnetventil  geöffnet. Inergen strömt durch die Druckreduziereinheit, das entsprechende Bereichsventil in den angewählten Löschbereich, wo es aus Düsen vernebelungsfrei ausströmt.


Schnellöffnungsventil auf Löschmittelflasche
Die Zeit bis zum Eintreffen der Feuerwehrmannschaften kann so entscheidend genutzt werden, in den meisten Fällen wird der Brandherd beim Eintreffen der Feuerwehr bereits gelöscht sein.