
Das weltweit modernste Pumpspeicherkraftwerk
Mit dem Kopswerk II wurde eines der spektakulärsten und das weltweit modernste Kraftwerk erbaut. Es wurde unter Tage errichtet und nimmt sowohl in kraftwerks- als auch bautechnischer Hinsicht eine Sonderposition ein. Alle Anlagenteile und das Krafthaus liegen im Berginnern. Die Investitionssumme lag bei rund 410 Mio Euro.
Kraftwerke, besonders in dieser exponierten Lage mitten im Berg erfordern zuverlässige Sicherheitseinrichtungen. Tyco lieferte ZETTLER Brandmelde- und Einbruchmeldetechnik.
Brandschutz im Kopswerk II hat eine bauliche, technische und organisatorische Seite. Die bauliche Seite betrifft Fluchtwege und Abschottungen brandgefährdeter Räume. Technische Einrichtungen sind Branderfassung mit automatischen Brandmeldern, Löschwasser und die Entrauchung. Organisatorisch bestehen ausführliche Brandschutzpläne für die Einsatzkräfte. Auch im Lüftungssystem des Krafthauses sind rund 140 Brandschutzklappen installiert. Rasch zugängliche Fluchtwege sind zum Personenschutz unerlässlich. Sie führen im Notfall sicher und auf kürzestem Weg ins nächste Stiegenhaus und in den Flucht- und Belüftungsstollen oder in den Zugangsstollen. Jeder Raum des Krafthauses hat Brandmelder. Insgesamt umfasst die Vollschutz-Brandmeldeanlage etwa 400 Auslöser. Zusätzlich sind zur schnellen Erfassung von selbst kleinsten Rauchentwicklungen zwölf Rauchansaugsysteme in der Kaverne installiert und machen „Rauchen verboten“ zum kategorischen Imperativ.
Die Transformatoren, welche sicher die explosivsten Anlagen darstellen, sind aus Sicherheitsgründen in einer eigenen Trafokaverne untergebracht. „Sie sind mit einer Hochdruckwassernebelanlage ausgestattet. Durch Auslösen von mindestens zwei Brandmeldergruppen werden alle Stiegenhäuser mit Überdruck beaufschlagt, sodass kein Rauch in die Stiegenhäuser bzw. Fluchtwege eindringen kann. Um im Brandfall die Rauchgase aus der Kaverne zu bringen, ist eine Entrauchungsanlage (Entqualmungsanlage) installiert. Ingesamt können über die Entrauchungskamine im Portalgebäude bis zu 160.000 m³/h Schlechtluft aus der Kaverne abtransportiert werden.