Das AKH in Wien
Als ab den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts mit dem Innenausbau des AKH begonnen wurde, waren die für den Brandschutz Verantwortlichen ihrer Zeit bereits einen Schritt voraus. So besitzt das AKH nicht nur eine Brandmeldeanlage sowie eine Sprinkleranlage in Vollschutz sondern wurden die besonders wichtigen Räume bereits mit einer Gaslöschanlage ausgerüstet. Halon 1301 war damals der Stand der Technik. Als Anfang der 90er Jahre Halon, aufgrund von Umweltauflagen beinahe europaweit verboten wurde, begann das AKH eine umweltfreundliche Alternative zu suchen.
Die beeindruckenden Zahlen :
Umbauter Raum: 3.574.000 Quadratmeter
Nutzfläche: 345.000 Quadratmeter
Höhe des Gebäude (über Niveau): 85 Meter
Patientenbetten: 2.165
Untersuchungen und Behandlungen an ambulanten Patienten pro Tag: zirka 7.000
Besucher/innen pro Tag: zirka 4.500
Beschäftigte: zirka 6.500
Anzahl der Brandmelder: zirka 40.000
Einsätze der Feuerwache AKH: jährlich zirka 1.300
Diese Alternative fiel auf das Löschgas INERGEN®. TYCOFIS wurde dann Ende 2002 mit der Umrüstung der vorhandenen Anlagen beauftragt. Eine, wie sich bereits im Zuge der Abwicklung herausstellte, nicht immer einfache Aufgabe, zumal der Umbau im „lebenden“ Betrieb durchgeführt werden musste. Das Ergebnis konnte sich jedoch sehen lassen. Innerhalb eines halben Jahres waren alle Halonlöschanlagen umgerüstet. Das schädliche Halon wurde ordnungsgemäß in die österreichische. Halonbank eingespeist.
Die Eckdaten der Anlage :
5 Löschanlagen : Medizinische und Administrative EDV, Audiovision, Feuerkeller, Leitwarte und Telefonzentrale.
196 Flaschen INERGEN® 80l/200bar
5 Löschsteuerzentralen mit sämtlicher erforderlicher Peripherie opt. Melder, Warneinrichtungen usw.Die größte Lichtrufanlage ZETTLER Medicall800 in Österreich für 29 Stationen. Die Schwestern können nach einem Ruf aus dem Bett direkt mit dem Patienten sprechen. Die Anlage wurde in Partnerschaft mit SIEMENS Building Technologies errichtet.
928 Betten wurden mit den Patientenhandgeräten - Siemens Mediset ausgestattet. Das bietet den Patienten in einem ergonomisch und funktionell desinten Bediengerät die Funktionen: Telefonieren, sprechen mit der Schwester und die Bedienung von Radio und TV
Die besondere Herauasforderung waren die 19 Stationen des Altbaues. die renoviert wurden. Innerhalb der Stationssperrungen von nur 15 Tage mussten alle Arbeiten werledigt werden.
In einer weiteren Ausbaustufe wird ein zentraler Bedienplatz für die technische Einsatzleitung errichtet.